Eine kompetenzfokussierte Ethik zur Vermeidung von Zwangsmaßnahmen?
Die gesetzliche Betreuung von Menschen mit einer Psychose ist eine komplexe Aufgabe, die sowohl den Schutz der betroffenen Person als auch die Wahrung ihrer Autonomie und Würde sicherstellen soll. Wie können wir als gesetzliche Betreuer eine Ethik umsetzen, die sowohl den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht wird als auch Zwangsmaßnahmen vermeidet? In diesem Artikel möchten wir uns mit einer konstruktivistischen Herangehensweise beschäftigen, die sich auch an den Ideen des renommierten Wissenschaftlers Heinz von Foerster orientiert. Diese Perspektive ermöglicht es uns, die Sichtweise psychischer Erkrankungen zu erweitern und Menschen mit einer Psychose nicht primär als krank oder defizitär zu betrachten, sondern als individuelle Konstrukteure ihrer Wahrnehmung.