bewusst – unbewusst – bewusst – unbewusst

Sozialpädagoge: „Ich gehe davon aus, dass während du diesen Text hier liest, jede Menge Sachen in Dir passieren. Sowohl bewusst, wie auch unbewusst. Etwas anderes anzunehmen wäre blöder Sinn. Natürlich atmest du weiter, auch wenn dir dies nicht bewusst war, bevor ich darauf hingewiesen habe. Natürlich hörst du irgendwie die Geräusche deiner Umgebung, auch wenn es dir erst auffiel, als ich dies bemerkt habe.“ Das Verhältnis dieser beiden kuriosen “Zustände” in uns, ist eigentlich sehr verworren. Und wie immer, werden Sie in diesem Text wahrscheinlich keine Antworten von mir erhalten.

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Dekohärenz

Was ist Dekohärenz und warum steht hier etwas über Quantenmechanik? Es scheint modern geworden zu sein, sich in seiner Theoriebildung auf sogenannte “harte” Wissenschaften wie die Physik zu berufen. Da findet man mittlerweile “Quantenpsychologie”, “Quantencoaching” und “Quantenheilung”. Mich ärgert dies zu einem gewissen Grade da, wenn man sich einmal näher mit der Quantentheorie, oder auch der Relativitätstheorie beschäftigt, es eigentlich unzulässig ist, solche Modelle einfach so auf andere Bereiche (Mikrokosmos/Makrokosmos) zu übertragen.

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Tun und Sprache

„Alles menschliches Tun findet in der Sprache statt. Jede Handlung in der Sprache bringt eine Welt hervor, die mit anderen im Vollzug der Koexistenz geschaffen wird und das hervorbringt, was das Menschliche ist. So hat alles menschliche Tun eine ethische Bedeutung, denn es ist ein Tun, das dazu beiträgt, die menschliche Welt zu erzeugen. Diese Verknüpfung der Menschen miteinander ist letztlich die Grundlage aller Ethik als eine Reflexion über die Berechtigung der Anwesenheit des anderen“. (Maturana & Varela, 1987, S. 265).

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Freiheit

Ich plädiere für das Recht, Fehler zu machen, das Recht, die eigene Auffassung zu ändern, und das Recht, in jedem Moment den Raum zu verlassen. Denn wer Fehler machen darf, der kann sich korrigieren. Wer das Recht besitzt, seine Meinung zu ändern, der kann nachdenken. Wer immer auch aufstehen und gehen könnte, der bleibt nur auf eigenen Wunsch.“ (Umberto Maturana)

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Der MdK

war zu Besuch bei einem meiner Klienten. Es fängt an, wie es immer anfängt: „Wir kommen zwischen 10:15 und 12:00 Uhr! Kann man ja auch verstehen. Die KollegenInnen haben nun mal viele Klienten zu besuchen. Der eine Termin dauert länger – der andere geht schneller. Verständlich, oder?

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Epistemologie für Fußgänger

Der erste Schluck aus dem Becher der Natur führt zum Atheismus, aber auf dem Grund wartet Gott. [Werner Heisenberg] Zu denken, dass die Dinge so sind, wie ich sie wahrnehme, bezeichnete Paul Tholey als naiven Realismus. Zu glauben, dass es eine allgemeingültige Wahrheit gibt, bezeichnete Ernst von Glasersfeld als die Wurzel allen Übels. Warum wollen uns diese Wissenschaftler eigentlich das madig machen, was wir als gemeinsam geteilte Realität bezeichnen? Es würde doch keiner bestreiten dass der Tisch an dem ich dass hier gerade schreibe, für alle derselbe sein muss. Es kann „kein System von Aussagen in sich selbst in dem Sinne geschlossen sein, dass es seine eigenen Axiome erklärt und sich nicht selbst widerspricht“. [Gödels Unvollständigkeitssatz]

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