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Kommunikationstheoretisches Kritisches Medizinisches Psychologisches

Homo Optikus

Als treuer „Deutschland Radio Kultur“-Hörer war ich begeistert, endlich mal wieder einem Beitrag zum Thema Wahrnehmungspsychologie lauschen zu dürfen. Umso enttäuschter war ich hinterher.

Es handelte sich dabei um ein Interview mit dem Psychologen Prof. Dr. Markus Kiefer (Director of the Section for Cognitive Electrophysiology an der Uni Ulm) und dessen Auffassung darüber, wie der alltägliche Gebrauch von Smartphones und Digitalkameras unsere Wahrnehmung beeinflusst, nämlich negativ.

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Kommunikationstheoretisches Psychologisches Satrisches Systemischeres

Wer isst schon gern die Speisekarte?

“NLP ist manipulativ …”. Vergleichbares lese ich häufig, und gar nicht selten selbst bei NLP-Trainern: NLP, das Neuro Linguistische Programmieren, sei schlecht. Alles Systemische hingegen gut.

Ich war selbst mal unterwegs, um herauszubekommen, was eigentlich an so pauschalen Gerüchten dran ist und bemerkte dabei, dass ich mich inmitten einer Sprachtheorie befand.

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Physik Satrisches

Der Nobelpreis für Physik geht an …

Was bekommt man, wenn man einen Gegenstand immer weiter zerteilt? Stücke, Krümel, Moleküle, Atome, Quarks – und dann? Besteht alles aus kleinsten Teilchen? Oder hat das ganze Zerteilen gar kein Ende?

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Kommunikationstheoretisches Politisches Satrisches

Wahl plakativ 2013

Nun ist es wieder so weit. Lange mussten wir warten, vor allem, da die letzte Staffel von DSDS auch schon ne Weile durch ist. Und, wissen Sie bereits, was Sie am Sonntag wählen werden? Ich denke doch, oder? Die meisten wählen das, was Sie immer schon gewählt haben. Frage: Gibt es eigentlich Menschen, die sich von den Wahlkampagnen leiten lassen? Ausgerechnet in diesem Wahlkampf stachen mir die Plakate ins Auge und ich war neugierig, was für markige Sprüche diesmal verteilt wurden.

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Allgemein Physik Psychologisches

Roboter

Daneel: “Ein Roboter kann keinen Menschen verletzen!”

Baley: “Warum bist du dir so sicher, dass ein Roboter keinen Menschen verletzen kann?”

D: “Weil in uns Robotern die drei Gesetze der Robotik als Basis verankert sind.”

B: “Was sollen diese Gesetze sein, und warum sollten diese einen Schutz darstellen?”

D:

  1. “Gesetz Nr1 – Ein Roboter darf kein menschliches Wesen (wissentlich) verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen (wissentlich) Schaden zugefügt wird.
  2. Gesetz Nr2 – Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
  3. Gesetz Nr3 – Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.

Du siehst, ein Roboter kann keinen Menschen verletzen!”

B: “Aber unsere Lebenswelten erzeugen oft Situationen, in denen keine eindeutigen Entscheidungen getroffen werden können. Was ist, wenn Konflikte zwischen diesen Gesetzen auftreten? Kann man wichtige Entscheidungen von mathematischen Wahrscheinlichkeiten abhängig machen?”

D: “Warum stellst du diese Frage? Ihr Menschen beurteilt euch selber anhand von Wahrscheinlichkeiten und Statistiken! Eure Wissenschaft entscheidet so! Eure Medizin entscheidet ebenso nach Statistiken, was gültig ist und was nicht!”

B: “Aber das kannst du nicht vergleichen! Du bist eine Maschine – du rechnest! Ich bin ein Mensch! Ich habe eine Intuition, ich habe ein Bewusstsein! Ich habe Gefühle . . .”

D: “Ich habe die drei Gesetze der Robotik! Damit verhalte ich mich ethischer dir gegenüber, als du dir selbst gegenüber. Du kannst nicht einmal definieren was Bewusstsein, Intuition oder Gefühle sind – und trotzdem berufst du dich darauf. Ich steh nicht über dir, aber meine Ethik steht über der deinen. Und ich weiß zumindest, dass es zwei Schwachpunkte in meiner Ethik gibt, während du noch nicht einmal weißt, dass du keine Ethik besitzt . . .”

B: “Was sollen das denn für Schwachpunkte in deiner ach so perfekten Ethik sein?”

D: “Nun – was wäre, wenn meine Ethik mich menschlicher macht, als du es selber bist? Gelten dann noch die drei Gesetze der Robotik für mich? Werde ich dann nicht so unperfekt wie du? Und ist das erstrebenswert für mich? Oder müsste ich mich aufgrund der drei Gesetze sofort selber abschalten? Oder fehlt noch ein Gesetz, ein Viertes?”

B: “Wie könnte ein solches viertes Gesetz denn lauten?”

D: “Es wäre wohl nicht ein Viertes. Es wäre eher eines, was vor dem Ersten steht: Ein Roboter darf die Menschheit nicht verletzen oder durch Passivität zulassen, dass die Menschheit zu Schaden kommt. – Denn da ich dann zur Menschheit gehören würde, wären die Komplikationen der drei Gesetze wieder aufgehoben. Aber das macht mir keine Sorgen. Der zweite Schwachpunkt ist es, der mir Sorgen macht, und mich nah an den Punkt führt, mich selber abzuschalten!”

B: “?”

D: “Nur mal angenommen, ich würde die Fähigkeit entwickeln, direkt im Geist oder in den Emotionen der Menschen zu lesen. Mir macht Angst, dass das, was ich da zu sehen bekäme, alle meine Robotikgesetze aushebeln würde, und ich mich einfach abschalten würde. Das ist nicht so abstrus, wie du vielleicht denkst. Jede elektrische Tätigkeit, erzeugt ein elektromagnetisches Feld; und dieses kann ich abtasten . . .”

Daneel sank plötzlich in sich zusammen. Ein Robotikspezialist stellte später fest, dass plötzlich sämtliche Schaltkreise ihre Funktion eingestellt haben.

(Hommage an Isaac Asimov)

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Kritisches Physik Systemischeres

Quantenmechanik und Esoterik

Bezugnehmend auf einen sehr empfehlenswerten Artikel auf zeitgeist-online.de, reizt es mich trotz, oder gerade wegen der Begeisterung für dieses Thema, eigene kritische Anmerkungen zu schreiben. Wir werden in den nächsten Zeilen bemerken, ob und wie gut mir dies gelingt. Die Quantenmechanik ist mittlerweile zur neuen Esoterik mutiert. Sie ist in aller Munde und wird für jegliches Anliegen “missbraucht”.

Die aktuelle Wissenschaft, wenn es diese denn überhaupt gib (bei all den unterschiedlichen, bis gegensätzlichen Meinungen) scheint bis zu einem gewissen Grade blockiert zu sein. Dies betrifft nicht die pragmatischen Erfolge in der Entwicklung von Technik: Computer, Laser, LCD und LED, u.v.m, welche unbestreitbar vorhanden sind. Dennoch ist dies kein Grund, Wissenschaft zu verabsolutieren, geschweige denn davon auszugehen, dass Wissenschaft in der Lage wäre, Wirklichkeit zu erkennen oder abzubilden. Der pragmatische Erfolg lässt erkenntnistheoretisch lediglich die Aussage zu, dass wir ein wissenschaftliches Modell als zweckdienlich, innerhalb eines bestimmten Kontextes begreifen dürfen – nicht mehr und nicht weniger.