Willkommen in Deutschland

Vom Münchner Forum für Islam gibt es eine „Willkommenschrift“ mit dem Titel: „Willkommen in Deutschland“ – Wegweisung für muslimische Migranten zu einem gelingenden Miteinander in Deutschland. Neben ein bis zwei durchaus nützlichen Informationen, stehen aber auch Formulierungen darin, die möglicherweise noch von Stoiber selber geschrieben sind.

Amtswahnsinn, Kostenlosigkeit, Migration

Ein Lächeln kostet nichts; auch Freundlichkeit kostet nichts. Im Gegenteil: Man gewinnt sogar, weil statistisch die Wahrscheinlichkeit groß ist, Gleiches zurück zu bekommen. Und dabei spielt es keine Rolle ob Du Deutscher oder Migrant bist. Ich betreue zurzeit einen sehr netten und freundlichen Mann. Er kommt ursprünglich aus Syrien und lebt nun seit fast zwei Jahren mit seiner Frau und seinen Kindern hier. Er hat einen hier anerkannten Doktorgrad im Bereich der Ingenieurswissenschaften und verbessert bei uns seine Deutschkenntnisse, die wirklich schon recht gut sind. Aber er möchte sich weiter verbessern und hofft einen Job zu finden, wobei ich ihm helfe.

Von 1984 zu einer schnöden neuen Welt

Aktuell lese ich seit langem mal wieder „Münchhausens Zopf“ von Paul Watzlawick. Da gibt es ein schönes Abschlusskapitel, in dem es u. a. um die „Zukunft der Kommunikation“ geht. Interessant aus heutiger Sicht, wenn man bedenkt, das dieses schöne Büchlein von 1988 ist. In jenem Kapitel wird Neil Postman zitiert, der auf Huxleys „Schöne neue Welt“ Bezug nimmt: „Huxley hat gezeigt, daß im technischen Zeitalter die kulturelle Verwüstung weit häufiger die Maske grinsender Betulichkeit trägt, als die des Argwohns oder des Hasses. In Huxleys Prophezeiungen ist der große Bruder gar nicht erpicht darauf, uns zu sehen. Wir sind darauf erpicht, ihn zu sehen. Wächter, Gefängnistore oder Wahrheitsministerien sind unnötig …“ Dies löste doch einige Gedanken in mir aus:

Ich bin ein Deutscher

Das steht eindeutig in meinem Personalausweis. Nein, eigentlich steht das nicht darin. Da steht, dass meine Staatsangehörigkeit „deutsch“ ist. Also bin ich nicht zwangsläufig deutsch, aber gehöre auf jeden Fall dazu. Da wir als „Deutsche“ keine Identitätskarte haben, sondern einen Personalausweis, gehören wir quasi zum Personal der BRD (Pispers). Dann müsste ich doch eigentlich Geld dafür bekommen, oder? Wobei Pispers auch gerne bemerkt, dass man nachträglich kein Deutscher werden kann. So doof muss man schon geboren sein.

Kässmann die Böse

Hurra, die Kriegstreiber sind wieder da – oder waren Sie nie weg? Und sie fordern vehement, dass sich Deutschland viel mehr und vor allem heftiger am Kriegsgeschehen, z.B. im Irak beteiligt. Sie beschimpfen dabei diejenigen, die sich für einen Pazifismus aussprechen, hier Margot Käßmann in Person. Nebenbei, und dies passt beim Zusammenhang zwischen Kriegstreiberei und Kapitalismus ganz gut, beschimpfen sie „Linkes Denken“ und bedauern, dass ebendieses Denken „schon in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei“. Die Argumentation ist dabei so aufgebaut, dass jeder, der möglicherweise anders denkt, nicht nur unrecht hat, sondern sich auch als inhuman und menschenverachtend „outet“.

Über Flaggen und arme Deutsche

Deutschland steht im Finale der Fußballweltmeisterschaft! Und der Endspielgegner lautet Argentinien. Wer hätte das im Vorfeld so gedacht? Ja, auch ich schaue alle zwei Jahre in die beiden großen Turniere rein. Fußballzeit ist ja auch immer eine Zeit des Nationalstolzes, in der man als Deutscher endlich mal Flagge zeigen und die Nationalhymne trällern darf. Aber auch eine Zeit, in der man den wundersamsten Diskussionen in deutschen Kneipen beiwohnen kann. In dem Stile etwa: „Ich würde alle Fußballspieler rausschmeißen, die nicht bereit oder fähig sind, unsere Nationalhymne mitzusingen!“ Oder: “ Wir Deutsche sind ja sowieso immer die Blöden. Die einzigen, die sich für ihre Nationalität schämen müssen. Und sagst du mal was gegen Ausländer, bist du gleich ein Rassist!“ Mein Gedankenkarussell begann sich zu drehen. Sollte ich antworten? Etwas in mir nötigte mich förmlich, also entgegnete ich:

Wofür würden wir sterben?

Wofür würden wir sterben? Wofür würden Sie sterben? Komische Frage, nicht? Sterben? Wenns denn unbedingt sein muss. Aktuell finden Sie u.a. hier eine entsprechende Umfrage. Heute morgen im Radio wurde kurz auf erste Ergebnisse eingegangen:

Ideologie und Gartenbau

Metaphern sind probates Mittel um bestimmte Aspekte zu verdeutlichen. Metaphern machen aber nur Sinn, wenn sie vor oder nach ihrer Darlegung in einen Kontext eingebettet werden. Im Folgenden sind unterschiedliche Kontexte denkbar, wobei der Titel dieses Beitrages mit dem Wort „Ideologie“ im Grunde auch schon einen Kontext vorgibt.

Sibylle Lewitscharoff und ihre Sprachspiele

Bei ihrer Rede am 2. März im Dresdner Staatsschauspiel reihte sich Sibylle Lewitscharoff erfolgreich in die elitäre Riege der verbalen Entgleiser ein. Im Politischen Feuilleton des Senders „Dradio Kultur“ vom 24.03.2014 bemängelte der Feuilletonist Christian Schüle die mangelhafte inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Künstliche Befruchtung“, um die es in dieser Rede ging. Vielmehr regen sich die Leute über die unglückliche Wortwahl Lewitscharoffs auf, um nur wenig später sowieso von Uli Hoeneß abgelenkt zu werden. Harald Martenstein vom Tagesspiegel ist gar der Meinung, dass es heute „christliche oder konservative Positionen [sind], die im Chor niedergebrüllt werden.“ Aber was regt uns denn derart auf an ihrer Rede?

Hart(z) 4 und mathematische Algorithmen

Die „Passauer Neue Presse“ berichtet, dass nach Einführung vom Mindestlohn (€ 8,50) hunderttausende Arbeitnehmer zusätzlich auf Leistungen nach Hartz 4 angewiesen wären. Sie berufen sich dabei auf Zahlen der Agentur für Arbeit. Diese Informationen stellen schon ein Meisterstück der modernen Mathematik dar. Solche Sachverhalte kann man lediglich eruieren, indem man Mathematiker bei der NSA abwirbt, die sich hervorragend mit Suchalgorithmen auskennen.